Hilfe bei Sperrankündigungen Strom Gas

Bund der Energieverbraucher  e.V.

Der Verein stellt 24 Musterbriefe für Mitglieder bereit. Musterschreiben 1 -23 sind auch im Buch “Energie für Verbraucher” enthalten. Sie können im internen Mitgliederbereich eingesehen und heruntergeladen werden.

Übersicht der Musterschreiben    

  1. Widerspruch gegen Preiserhöhung
  2. Widerspruch gegen Vertragskündigung
  3. Widerspruch gegen Jahresrechnung
  4. Widerspruch gegen angedrohte Versorgungssperre
  5. Schutzschrift gegen Versorgungssperre
  6. Vorschlag an Versorger für Ratenzahlung
  7. Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung bei Weigerung der Sozialhilfestelle auf Übernahme eines Darlehens zur Begleichung von Energieschulden
  8. Gründung einer Notgemeinschaft von Mietern zur Verhinderung einer Versorgungssperre
  9. Schutzschrift gegen einstweilige Verfügung auf Wohnungszutritt
  10. Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung bei angedrohter Versorgungssperre gegenüber Protestkunden
  11. Überprüfungsantrag Stromkosten Unterkunft
  12. Schreiben an Wohnungsaufsicht wegen Versorgungseinstellung
  13. Änderung der Abschlagszahlung
  14. Überprüfung der Laufzeit bei Flüssiggasverträgen
  15. Musterschreiben Tarifvergleich Gas und Strom
  16. Musterschreiben Schadensersatz Flüssiggaslieferung
  17. Erfassungsstelle Energieunrecht: Meldebogen
  18. Schreiben an Versorger bei offensichtlichen Abrechnungsfehlern
  19. Schreiben an Vermieter bei unterlassenem Gasanbieterwechsel
  20. Musterschreiben an Vermieter bei unterlassener Rechnungskürzung
  21. Schreiben an Vermieter bei Wohnungsmangel und Mietminderung
  22. Schreiben auf Rückforderung gemäß § 812 BGB
  23. Beschwerde, gerichtet an die Schlichtungsstelle Energie
  24. M EuGH GV – Musterbrief nach EuGH-Urteil vom 23.10.14 (Preisänderung in der Grundversorgung)

 



Der Verbraucher sollte dem zuständigen Amtsgericht eine Schutzschrift zusenden. Diese Schutzschrift bleibt beim Gericht zunächst einmal unbearbeitet liegen. Wenn der Versorger seinerseits eine einstweilige Verfügung beim Gericht beantragt, um die Sperre durchzuführen, dann wird das Gericht bei der Entscheidung die Schutzschrift finden. In aller Regel führt das dazu, das vor einer gerichtlichen Entscheidung eine mündliche Verhandlung vor Gericht erfolgt. Das Hinterlegen einer Schutzschrift kostet kein Geld und das kann man auch ohne Anwalt erledigen. Zuständig ist sowohl das Amtsgericht am Wohnort des Verbrauchers, als auch das Amtsgericht am Sitz des Versorgungsunternehmens: Man hat also die Wahl.

Wenn der Versorger die Sperrandrohung nicht zurücknimmt, dann sollte man eine einstweilige Verfügung gegen die angedrohte Versorgungssperre beim Amtsgericht beantragen. Ein Beispiel für eine solche Verfügung ist beigefügt. Dafür sollte ein Anwalt eingeschaltet werden. Bisher sind solche Verfügungen stets erlassen worden. Die Gerichts- und Anwaltskosten sind dabei stets dem Versorger auferlegt worden. Weigert sich das Amtsgericht, eine einstweilige Verfügung zu erlassen, dann legen Sie gegen diese Entscheidung Beschwerde beim Gericht ein.