Rürup-Rente nicht pfändungsgeschützt

          

             

Rürup-Rente nicht pfändungsgeschützt


Die Rürup-Rente ist ein typisches Steuersparmodell. Die Basis-Rente ist häufig weder pfändungsgeschützt noch zur gesicherten Altersversorgung geeignet, wie es auch für andere Steuersparmodelle typisch ist.

Da die steuerliche Geltendmachung der BU-Rentenbeiträge ein wichtiges Argument ist, jedoch die Voraussetzungen des Pfändungsschutzes zu selten beachtet werden, dürften bis zu mehr als 25 Prozent der laufenden Verträge nicht den Voraussetzungen des § 851c ZPO entsprechen.


Weitere ca. 15 Prozent könnten betroffen sein, insoweit als die Höchstgrenze der Beiträge nach § 851c ZPO zum Pfändungsschutz bei der Basisrente mit steuerlich teilweise abzugsfähigem Jahresbeitrag i.H.v. 20.000 Euro oder seit 2015 dann 22.172 Euro jährlich (bei Ehepaaren das Doppelte) nicht selten überschritten sein dürfte
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Es ist beinahe noch schlimmer, wenn das Kapital nicht gepfändet werden kann, sondern erst die spätere Rente.

Denn wenn heute nur die spätere Auszahlung gepfändet werden kann, laufen die Zinsen auf die unbezahlten Schulden weiter auf.

Es wird dann dem Versicherungsnehmer (VN) erhebliche Mühe kosten, den vertraglich unkündbaren Vertrag dennoch zu beenden. Das vielleicht hohe Kapital in der Basisrente bleibt bis ins Alter unerreichbar und die Gläubiger, die nicht so lange warten wollen, bis der Schuldner vielleicht gar gestorben ist und die Basisrente damit ganz wertlos wird, pfänden alles andere erreichbare Vermögen.

(Quelle: procontraonline, gelesen in Geldbrief 22/2015)

              

 

Verein gegen Rechtsmissbrauch in Anwaltschaft und justiz